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Spielstättenprogrammpreis Rock, Pop, Jazz 2013

Jazz-Club Neumünster e.V., Schleswig-Holstein

Dieser Preis ist für uns eine Anerkennung und Bestätigung für den Wandel, den wir in den letzten 8 Jahren in unserem kleinen Jazz-Club Neumünster e. V. verfolgt haben. Die langsame Öffnung zu jüngeren Formen des Jazz, die ständigen Bemühungen ein jüngeres Publikum an unser Programm heranzuführen und die Unterstützung für junge Musiker hat uns stetig beschäftigt. Dieser Preis macht deutlich, wir könnten auf dem richtigen Weg sein und er kann uns jetzt dazu verhelfen, dass wir der Musikschule, allen jungen Musikern in unserer Stadt und den Musikern, die in unserem Programm auftreten ein Jazz- Schlagzeug und einen Bassverstärker zur Verfügung stellen können.
Zwei Übergabebilder zum Download: JCN Ralf Johannsen erhält die Urkunde und JCN Delegation

>> Alle Bilder
Pressemitteilung
(gekürzte Version)

Spielstättenprogrammpreis Rock, Pop, Jazz 2013 erstmals vergeben;
55 Gewinner aus 13 Bundesländern
Kulturstaatsminister Bernd Neumann übergibt in Hamburg die Preise an Spielstättenbetreiber und Veranstalter
• Neumann: „Es geht um die Wertschätzung von Clubs und Veranstaltungsreihen jenseits des Etablierten“
• Hauptpreise gehen nach Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Berlin
Hamburg, 25. September 2013
Erstmalig erhalten heute Live-Musik-Spielstätten aus ganz Deutschland den neu geschaffenen „Spielstättenprogrammpreis Rock, Pop Jazz“. Mit Geldprämien in Höhe von 30.000, 15.000 und 5.000 Euro zeichnet der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien insgesamt 55 Spielstätten sowie Veranstalterinnen und Veranstalter aus, die ein kulturell herausragendes Programm anbieten und damit maßgeblich zum Erhalt der kulturellen Vielfalt in Deutschland beitragen. Insgesamt gehen an die Spielstätten und Veranstalter 870.000 Euro. Für die Prämien und die Organisation des Preises durch die Initiative Musik gewährte der Bundestag im November 2012 Mittel in Gesamthöhe von 1 Million Euro. Das Konzept wurde gemeinsam von der Bundeskonferenz Jazz und der Initiative Musik entwickelt.
„Mit dem neu gegründeten Spielstättenprogrammpreis würdigt die Bundesregierung das Engagement von Clubbetreibern, die ohne oder mit nur wenig öffentlicher Förderung ein ambitioniertes Musikprogramm anbieten“, erklärt Kulturstaatsminister Bernd Neumann: „Es geht um die Wertschätzung von Clubs und Veranstaltungsreihen, die jenseits des Etablierten, mit dem Mut zum Risiko, ein durchaus vielfältiges und qualitativ sehr hochwertiges Liveprogramm vorweisen. Genau diese Risikofreude brauchen wir, wenn sich die Musikszene weiterentwickeln soll. Mit dem Preis unterstreicht die Bundesregierung die Bedeutung solcher Spielstätten für die Rock-, Pop- und Jazzmusik. Nicht zuletzt für die Künstlerinnen und Künstler ist eine lebendige Clublandschaft von fundamentaler Bedeutung.“

Die Gewinner kommen aus nahezu allen Bundesländern und repräsentieren Spielstätten unterschiedlicher Größe, regionaler Lage, Programmaktivität und musikalischer Ausrichtung sowie Veranstalter von Programmreihen.

Innerhalb der dafür geschaffenen drei Kategorien erhält jeweils ein Preisträger die besondere Auszeichnung als „Spielstätte des Jahres“ beziehungsweise „Veranstalter des Jahres 2013“:

• Kategorie I: Motorschiff Stubnitz, Rostock/Mecklenburg-Vorpommern
• Kategorie II: Haldern Pop Bar, Haldern/Nordrhein-Westfalen
• Kategorie III: Eine Welt Aus Hack Konzerte, Berlin
Die Übergabe der Urkunden und Prämien an die Spielstättenbetreiber und Veranstalter erfolgt im Rahmen einer Preisverleihung im Hamburger Club Uebel & Gefährlich. Die Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg unterstützt die Preisverleihung. In Hamburg gibt es sechs Preisträger.

Dazu Hamburgs Kultursenatorin, Prof. Barbara Kisseler: „Die Livemusik- und Clubszene mit ihren vielfältigen und hochwertigen Spielstätten ist für Hamburg und seine Kulturlandschaft von besonderer Bedeutung. Deswegen freue ich mich, dass heute Abend so viele Auszeichnungen nach Hamburg gegangen sind. Die Qualität der Szene wird dadurch in besonderer Weise gewürdigt.“

Für die Auswahl der Preisträger berief Kulturstaatsminister Neumann eine neunköpfige Fachjury, der Veranstalter, Musiker und Musikerinnen, Produzenten und Journalisten angehören. Den Juryvorsitz übernahm Prof. Dieter Gorny, Aufsichtsratsvorsitzender der Initiative Musik gGmbH. Sie wählte nach eingehenden Prüfungen und Beratungen aus 320 Anträgen die 55 Preisträger aus.

Prof. Dieter Gorny: „Mittlerweile erkennen viele an, dass die Spielstätten, von Jazz bis Rock/Pop, bedeutende Kulturträger sind und wichtige Repräsentanten eines neuen, oftmals auch jüngeren Kulturverständnisses – und damit auch verantwortlich für die kulturelle Attraktivität von Städten. Hier durch Förderungen Zukunftsfähigkeit zu unterstützen ist am Ende immer auch eine Kulturdebatte. Diesem Preis geht es darum, sie bekannt und ihre engagierte Arbeit öffentlich zu machen. Darüber hinaus sollen die Auszeichnungen auch Diskussionen anregen, die die Verantwortlichen in den Städten mit einbeziehen.“

Statements der Hauptgewinner

Urs Blaser, MS Stubnitz, Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
„Einen Anspruch in der aktuellen Musik zu verfolgen ist für Veranstalter innerhalb der kommerziellen Marktgesetze oft genug ein Widerspruch. Dass der Kulturstaatsminister nun Spielstätten dafür auszeichnet, dass sie es trotzdem tun, ist für die ausgewählten Veranstalter eine wunderschöne Anerkennung.“

Stefan Reichmann, Haldern Pop Bar, Haldern, Nordrhein-Westfalen
„Uns freut jegliche Form von Anerkennung für das, was wir so über die Jahre tun und vor allem, dass wir es dort tun können wo wir leben. Das Kind in uns schätzt die Begeisterung für die Live Musik, die Aufmerksamkeit für das Spannende und Fremde und der Genuss, es mit Menschen zu teilen, die Gastfreundschaft zu schätzen wissen."

Christin Stangner, Eine Welt Aus Hack Konzerte, Berlin
„Dieser Preis ist eine Unterstützung und vor allem Zuspruch für das was wir seit drei Jahren ohne Finanzierungshilfe gemacht haben. Wir wollen damit vorrangig Gagen für unbekanntere und neuere Künstler sowie Werbung für unsere zukünftigen Veranstaltungen verbessern.“

Spielstättenprogrammpreis Rock, Pop, Jazz 2013
Überblick der Gewinner mit Pressekontakten

Kategorie III
Reihen mit mindestens zehn Veranstaltungen im Jahr (24 Preisträger)

Eine Welt Aus Hack Konzerte, Berlin *
Christin Stangner, grinni@eineweltaushack.com, 0176 84510749

FatJazz urban-X-changes, Hamburg
Oliver Nerlich, onerlich@online.de, 040 181 62 188

Jazzclub Konstanz, Konstanz, Baden-Württemberg
Roland Baumgärtner, info@jazzclub-konstanz.de, 07531 52639

Jazz-Club Neumünster e.V., Neumünster, Schleswig-Holstein
Ralf Johannsen, jazzclub.neumuenster@gmail.com, 04321/ 280522

Jazzclub Nordhausen e.V., Nordhausen, Thüringen
Holger Gonska, zappa1959@aol.com, 03631 / 973172

Jazzclub Singen, Baden-Württemberg
Rudolf Kolmstetter, rudolfkolmstetter@gmx.de, 0041 52 7401480

Jazzclub Villingen e.V., Villingen-Schwenningen, Baden-Württemberg
Friedhelm Schulz, info@jazzclub-villingen.de, 07721 502490

Jazzforum Bayreuth, Bayreuth, Bayern
Oliver Treubel, o.treubel@schloesser-co.de, 0921 151 268325

Jazzfrühling Jena, Jena, Thüringen
Thomas Eckardt, info@jazzmeile.org, 03641-602678

jazzGAP 12, Garmisch-Partenkirchen, Bayern
Dr.Christoph Elschenbroich, chriselsch@t-onlie.de, 08812 4939

Jazz Initiative Dinslaken e.V., Dinslaken, Nordrhein-Westfalen
Thomas Termath, ttermath@t-online.de, 02064 – 604355

Jazzklub Krefeld e.V., Krefeld, Nordrhein-Westfalen
Andreas Lessenich, booking@lessenich.net, 02151/ 70 24 89

Jazz im KultRaum Kleinmachnow, Kleinmachnow, Brandenburg
Christiane Heinke, christiane.heinke@gmail.com, 033203 8 21 28

Jazz in der Stadt, Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz
Klaus Meese, meese-k@t-online.de, 0671-4833585

JAZZ LIVE IM SPEICHER (LEER), Leer, Niedersachsen
Wilfried Berghaus, wilfried.berghaus@leer.de, 0491 / 97 82 337

Jazzkeller 98 im Schloss Miltach, Miltach, Bayern
Alois Breu, schloss-miltach@t-online.de, 09944 305044

Jazzkongress e.V., Freiburg, Baden Württemberg
Johannes Mössinger, info@johannesmoessinger.de, 0761 7075396

jazztone, Lörrach, Baden-Württenberg
Werner Büche, wbueche@gmx.de, 07621 10118

Kulturverein Platenlaase, Platenlaase, Niedersachsen
Peter Bauhaus, grenzbereiche@platenlaase.de, 05864-490

Künstlerwerkstatt Pfaffenhofen 2012, Pfaffenhofen, Bayern
Tristan Ebertshäuser, barneytheboar@gmx.de, 0176 61960192

Liveclub Telegraph, Leipzig, Sachsen
Benjamin Heine, presse@jazzclub-leipzig.de, 0341 980 63 82

OHA! Music, Lüneburg, Niedersachsen
Alex Schmitz, alex.schmitz@oha-music.com, 0176 - 238 72 331

Seemannsklub, Rostock, Mecklenburg Vorpommern
Tim Seemann, tim@kulturbotschafter-events.de, 0176 88499513

Zoglau3 Raum für Musik, Reut/Taubenbach, Bayern
Emmerich Hörmann, zoglau3@gmail.com, 08572 963122

* Spielstätte des Jahres / Veranstaltungsreihe des Jahres


Weitere Hintergrundinformationen, Statements der Preisträger und Bildmaterial finden Sie auf unserer Presseseite zum >>> Spielstättenprogrammpreis Rock, Pop, Jazz 2013.

Mit herzlichen Grüßen

Michael Wallies
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft mbH
Friedrichstraße 122
D-10117 Berlin

T: +49 (0)30 - 531 475 45 - 1
F: +49 (0)30 - 531 475 45 - 9
M: michael.wallies@initiative-musik.de
W: www.initiative-musik.de

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Prof. Dieter Gorny
Geschäftsführerin: Ina Keßler
Sitz: Berlin, Amtsgericht Charlottenburg HRB 110268 B

Die Initiative Musik gGmbH
wurde im Oktober 2007 mit dem Ziel gegründet, Musiker, Personen mit Migrationshintergrund und Musikunternehmen der Sparten Rock, Pop und Jazz zu fördern sowie populäre deutsche Musik im Ausland zu verbreiten. Sie ist eine Fördereinrichtung für die deutsche Musikwirtschaft. Seit 2008 wurden 660 Künstler- und Infrastrukturprojekte sowie über 250 Kurztourförderungen bewilligt. Dafür wurden durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie weiterer Fördergeber, wie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Auswärtigen Amt, bislang Gelder in Höhe von 12,5 Mio. EUR in Anspruch genommen.

Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL), die GEMA und die GEMA-Stiftung beteiligen sich zusätzlich am Budget der Initiative Musik. Sie wird getragen von der GVL und dem Deutschen Musikrat e.V. Der Aufsichtsrat besteht aus zwölf Mitgliedern, paritätisch besetzt mit sechs aus der Politik und sechs aus der Musikwirtschaft. Der Aufsichtsrat entscheidet über die Förderanträge. Vorsitzender ist Dieter Gorny, sein Stellvertreter ist Steffen Kampeter (MdB). Die Geschäftsführung liegt bei Ina Keßler


 

Kulturstaatsminister Bernd Neumann übergibt in Ham



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Neue Noten für die Musikbücherei




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Bericht in den "Kieler Nachrichten"

Mittwoch, 11. August 2010 Nr.185 Neumünster
Vorstandsarbeit wurde zur Lehrzeit
Ralf Johannsen stellt das Programm für den Jazzclub zusammen

Sie führen Regie, dirigieren große Chöre, malen und zeichnen oder arbeiten als Bildhauer und Autoren. Ihre Werke bieten Stoff für Diskussionen, zum Nachdenken oder einfach zum Genießen. Die Holsteiner Zeitung stellt in loser Folge „Kulturköpfe" aus dem Verbreitungsgebiet vor.
Jon Beate König

Neumünster. Das Gästebett in Kellerbüro hat Ralf Johannsen gerade zur Schreibtischfläche erweitert: Auf der Decke warten Plakate, E-Mails und Programmhefte in ordentlichen Reihen darauf, zum nächsten Jahresprogramm des Jazzclub Neumünster zusammenzuwachsen.
Bis vor vier Jahren war Johannsen Jazz-Genießer mit dem Hang zur Moderne, einfaches Mitglied mit einem privaten Konzertpensum von rund 50 Stück pro Jahr, Dann gab er dem unnachgiebigen Drängen seines Vorgängers Hartwig Vollstedt nach und übernahm nach 23 Jahren Vollstedt-Ära den Vorsitz.
„Der Neue" ist Johannsen nach den zwei ersten, harten Jahren Einfuchszeit nicht mehr. Er weiß die Anrufer, die ihre Formationen in stundenlangen Abendtelefonaten anpreisen, inzwischen zu nehmen. E-Mail schicken für genaue Absprachen, dazu eine Probe-CD schicken, sind die Standard-Ansagen. Im Wohnzimmer-Regal ist für die Auftritts-Angebote ein Bord reserviert. „14,15 CDs nehme ich mit in den Urlaub. Manche muss man auch drei- oder vier Mal hören", sagt Johannsen. Die Vorstandsarbeit wurde zur Lehrzeit für den Lerntherapeuten: „Ich musste entscheiden lernen", sagt Johannsen. Manchen Bands muss er absagen, manche vertrösten.
Als langjährige Konzertorte wie „Die Harmonie" oder „Hamanns Gasthof" wegfielen, musste er Alternativen finden, ausprobieren, die Mitglieder bei der Stange halten.
„14 Konzerte, das ist ganz schön stressig", stellte Johannsen fest und reduzierte auf zwölf pro Jahr. Mit dem Rückhalt aus dem Vorstand prägte er die Programmauswahl neu. Was ihm gefällt, ist drin. Allerdings hat er auch ein Ohr für das Besondere im Klang von Kombos entwickelt, die vom Jazzstil nicht zu seinen Favoriten zählten „Mein Musikgeschmack hat sich erweitert."
Zwei Marksteine auf dem Weg weg vom Stil des von ihm geschätzten Vorgängers Vollstedt: Das Konzert mit hoch-klassigem Oldtime-Jazz, das Johannsen als Wunschprogramm für die älteren der konstant rund 260 Mitglieder

gedacht hatte, floppte überraschend. „Wir hatten ein Minus in der Kasse." Beim Tingvall-Trio-Konzert, eigentlich ein Geheimtipp, dagegen platzte das Caspar-von-Saldern-Haus aus allen Nähten. Und das, bevor die Formation den begehrten Echo-Jazz-Preis und damit bundesweite Berühmtheit erlangte. Johannsens Gespür wird dem Publikum beim Kunstflecken zugute kommen: Die Gage der inzwischen prominenten Jazzer bleibt für die Stadt bezahlbar.
Was Gastbands ebenfalls zugute kommt, sind Johannsens eigene Erfahrungen als Roadie der Band „Northern Comfort".
„Bei uns wird eine Mindestgage gezahlt", ist seine Maxime. „Es muss sich ja auch für die Musiker rechnen."
Jungen Bands, Gruppen aus der Region will Johannsen ein Forum bieten, nach Möglichkeit auch einmal pro Jahr Workshops für den Nachwuchs im Programm haben. Er ist vernetzt mit der Musikerszene um Arne Gloe und Marco Ramforth. Sein Privatleben veränderte sich durch das Amt: 30 bis 40 Konzerte schafft er noch pro Jahr, mehr geht nicht Die Clubkonzerte zählt er nicht dazu: „Da werde ich so oft angesprochen, dass ich von der Musik nicht wirklich etwas mit bekomme." Wenn ich Bands hören will, muss ich sie ein zweites Mal einladen.
Wie lange er noch in der ersten Reihe steht? „Mein Vorgänger hat es bis zu seiner Pensionierung gemacht." Und dann noch zwei Jahre länger: So lange musste er Johannsen beknien.


 


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Das musikalische Gedächtnis der Stadt




Das musikalische Gedächtnis der Stadt


HOLSTEINISCHER COURIER

Demothek:
Das musikalische Gedächtnis der Stadt

23. Februar 2011 Von Jens Bluhm

Gute Ideen werden mitunter aus der Not heraus geboren: Weil der angespannte Haushalt der Stadt eigene Konzertangebote der Bücherei künftig eher zur Ausnahme machen dürfte, wollen Musikbücherei und Jazzclub ihre Zusammenarbeit ausweiten. Zum ersten Mal wird die Stadtbücherei am nächsten Freitag Schauplatz für ein Konzert des Jazzclubs (siehe Bericht auf dieser Seite).
Kommt das Experiment beim Zuhörer an, soll es nicht einmalig bleiben. Ein weiteres Konzert im Herbst ist bereist angedacht, freut sich Andreas Dreibrodt, Leiter der Musikbücherei, über die Kooperation. Allerdings: schwungvollen Dixie oder Oldtime-Jazz, zu dem gern mal ein Glas Bier gehört, wird es in der Bücherei nicht geben: Dreibrodt hofft eher auf "die ruhigen Sachen", mit denen der Jazzclub seit einiger Zeit durchaus ankommt.
Die Zusammenarbeit ist nicht neu: Bereits seit mehreren Jahren unterstützen die Jazzer die Bücherei mit Notenspenden, von denen etwa die Big Bands an Neumünsters Schulen profitieren.
Auch wer sich auf ein Konzert des Jazzclubs einstimmen oder nach dem Konzert mehr hören möchte, ist in der Musikbücherei oft an der richtigen Adresse. Regelmäßig versorgt der Club die Bibliothek mit CDs von Bands, die in Neumünster auftreten. Im Laufe der Jahre ist daraus eine kleine Jazz-Sammlung geworden, die das Spektrum der Jazz-Szene in Neumünster widerspiegelt.
Was viele nicht wissen: Schon 1994 begann die Musikbücherei, damals noch mit Unterstützung des Beat-Clubs, eine heimische "Demothek" aufzubauen. Neumünsters Jazz-, Rock-, Pop- oder andere Bands konnten hier ihre "Demobänder" oder selbst eingespielten CDs (früher Musikkassetten) einreichen und hatten damit einen potenziellen "Auftrittsvermittler" mehr. Die Musikbücherei ergänzte und bereicherte im Gegenzug ihre Übersicht über die Neumünsteraner Musikszene. Ein musikalisches Gedächtnis der Stadt entstand, in dem auch Namen von Musikern und Bands haften blieben, die es heute so nicht mehr gibt.
Leider mangelte es der guten Idee an Konstanz - vor allem im populären Bereich: Seit der Beat-Club 1994 sanft entschlafen ist, fehlt der Bücherei ein kompetenter Partner, der sie auf dem Laufenden hält, was in Neumünsters Musikszene läuft - und sie natürlich auch mit Hörproben versorgt.
"Es wäre schön, wenn man das wiederbeleben könnte", wünscht sich Dreibrodt einen neuen Partner. Solange es den nicht gibt, richtet sich sein Angebot direkt an die Musikschaffenden: Jede Band und jeder Liedermacher kann sich in die Demothek eintragen lassen - und damit Bestandteil des musikalischen Gedächtnisses der Stadt werden.


 


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